Autor
Carsten Appel

Erfahre meine wichtigsten Learnings aus dem Besuch von Karls Online Marketing Seminar

Als bekennender Karl Kratz Fan buchte ich sehr kurzfristig ein Ticket für 690,- (netto). Voller Vorfreude nutzte ich als Wieder-Neuberliner die Tram um zum Seminarort an der Oberbaumbrücke zu kommen. Da ich mich verlesen hatte kam ich eine halbe Stunde zu früh. Das war aber ganz gut, da ich so coole Gespräch mit den Amazon SEO Referenten Michael Atug und seinem Kumpel hatte. „Der frühe Vogel fängt den Wurm“ 🙂

Das digitale Spielfeld

Um 10 Uhr ging es dann los mit Karls Einblick auf das „digitale Spielfeld“. Bei seinen Nachfragen dazu kam heraus, dass die wenigsten Teilnehmer sich bisher damit beschäftigt haben bzw. ihr eigenen Spielfeld kennen. Für uns kann ich sagen, dass der Shimo Shop sehr ereignisorientiertes SEO betreibt. So sind wir mit Keywords wie „Bauchnabelpiercing schmerzen / stechen“ etc. ganz oben in der organischen Suche.

Aber wir können unser Spielfeld auch noch weiter ausbauen. So sind die anderen Plattformen wie Instagram oder YT noch nicht optimal im Einsatz für uns.

Da durch die Seminarbuchung auch ein Monat für Karls Core dabei ist freue ich mich in den nächsten Tagen die Tools auszuprobieren.

Prinzipien gut konvertierender Websites von Maruan Faraj

Wie schaffen wir es, dass mehr Kunden kaufen? Dazu stellte Maruan das Konzept von Daniel Kahnemann (schnelles denken / langsames Denken) vor. Der ECO Modus läuft automatisch und ist immer aktiv. Dagegen müssen wir in den Sportmodus wechseln wenn es komplexere Aufgaben zu bewältigen gibt. Steve Krug (Dont make me think) stellte das schon vor über 15 Jahren in seinem Usability Klassiker fest.

Dabei lässt sich eine Gemeinsamkeit von gut konvertierenden Websites oder Online Shops feststellen: Sie reduzieren die Denkarbeit des Users auf ein Minimum.

Hier noch drei Tipps von Maruan:

Einfach Kommunizieren

Was wird angeboten?
Wie wird es mein Leben verbessern?
Was muss ich machen um es in Anspruch zu nehmen?

Als Beispiel wurde die Kochacademy gebracht. Mir fielen dabei gleich ein paar Dinge auf die ich mal testen würde:

  1. Der Koch steht mit seinem Oberkörper abgewendet vom Betrachter -> Gerade Position einnehmen
  2. Der Koch sollte auf den Call-To-Action schauen
  3. Der CTA Button ist sehr klein
  4. Die Headline ist mit einem Schatten versehen und dadurch vom Kontrast verbesserungwürdig

Also Testen, Testen, Testen 🙂

Sicherheit vermitteln

durch Social Proof. Dazu stellte Maruan das perfekte Testimonial vor. Das sind kleine Ministorys die die Heldenreise beschreiben. Start mit dem Problem / Schmerz, die Umsetzung mit dem Produkt und das spätere Erfolgserlebnis.

Als kleine Hack für bessere Testimonals kam noch der Tipp das Testimonial für die Kunden schon vorzuschreiben 🙂

Zusätzlich sollte den Usern das Gefühl vermittelt werden, dass es ganz einfach ist die Kaufentscheidung rückgängig zu machen. Wer ein gutes Produkt verkauft und die Erwartungen (über)erfüllt sollte keine Probleme mit Retouren bekommen. Bei uns im Shop ist die Retourenquote auch einstellig. Deshalb keine Angst vor Garantien.

Mehr Sicherheit durch Versprechen im Checkout
Abb: Mehr Sicherheit durch Versprechen im Checkout

Das Bild als Wireframe zeigt eine Möglichkeit die beim Referenten für eine deutliche Conversionsteigerung geführt haben soll. Ich werde es ähnlicher Form demnächst im Shimo Shop testen.

Fokus schaffen

Klar Aussage: Dinge entfernen um wichtige Dinge wirken zu lassen. Wie oft sehe ich am „Warenkorb“ Button irgenwelche Social Media Icons. Was ist wichtiger: Das der User seinen Freunden mitteilt, was er gerade sieht oder das er kauft?

Felix Beiharz mit SEO und Social Media

Weltenbummler Felix stellte ein paar interessante SEO Hacks vor. Wie z.B. Schema.org und JSon ID sowie interessanten Platz in den Serps durch das neue FAQ Markup.

In der nächsten Zeit werden Entitäten sehr wichtig bei der Google Optimierung (siehe aktuelle Ausgabe der Websitebooting). Somit kann Google besser die wirklichen Zusammenhänge zwischen den Themen erkennen. Ziel ist es selber eine Autorität / Entität in unserer Nische / Branche zu werden. Dabei wird die MRID sehr wichtig werden.

Bei Social Media on Steroidsteil zeigt Felix ein Eyetracking-Test mit Studenten von einem Drogeriehersteller bei einer Instagram Story. Hier kam heraus, dass zu viel bewegender Klim-Bim die User ablenkt. Also weniger ist mehr, so dass der Fokus auf den Produkten liegt.

Interessant waren noch die psychologischen Trigger für Social Media wie z.B. Polarisierung, Zugehörigkeit, Charity, Angst, Schadenfreude u.vm.

Michael Atug mit Amazon SEO

Spannend war die Aussage, dass die Kunden bereit sind mehr Geld für ein Produkt zu kaufen wenn sie es bei Amazon kaufen können. Also Shopbetreiber: Gebt den Kunden einen echten Grund, dass ihr in Zukunft noch eine Berechtigung habt.

Zum Schluss zeigt Karl noch wie eine Gewinnoptimierung aussehen kann. Dazu stellte er verschiedene Anzeigen vor und impfte den Teilnehmern ein, dass sie unbedingt testen müssen.

Fazit

Richtig spannend sind wie so oft die Gespräche in den Pausen und später an der Bar 🙂 Auch für mich als Conversion Agentur konnte ich ein wichtiges Learning mitnehmen: Achte auf die Kundenauswahl. Es gibt doch viele komische (beratungsresistente) Leute die später vermutlich viel Zeit kosten. Darum prüfe wer sich bindet. An alle Online Marketing Agenturgründer: Bitte beachtet meine drei Herzen Regel.

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